…leider war unser Herbstoptimismus doch etwas zu groß. Schade eigentlich.
Anfang November endete nach drei Monaten mit der Unterschrift unter den neuen Mietvertrag die “heimatlose Zeit” des SRK, nach der ärgerlichen und völlig unerwarteten Kündigung des frisch renovierten Rennmekkas im Frühjahr.
Nach dem Abbau und der vorübergehenden Einlagerung des umfangreichen Clubinventars startete für die Mitglieder des Vorstands im Anschluss eine zunehmend hoffnungsloser verlaufende Odyssee durch die Abgründe leerstehender Gewerbeimmobilien Kassels und Nordhessens, die für einen relativ kleinen Club finanzierbar sind bzw. bleiben.
Doch im November offenbarte sich Hoffnungsvolles.
Impressionen aus den Untiefen eines untergegangenen Tapetenfachgeschäfts…

Bilder der Erstinaugenscheinnahme des künftigen neuen Slotracingmekkas in der Niedervellmarer Straße Kassels. Die Wände waren “hübsch hässlich”, zu einem nicht unerheblichen Teil baulich verändert, die Bude war sehr dunkel, aber der Boden immerhin relativ leicht entfernbar…
Wenn man die Bildercollage sieht, dann denkt sich der etwas nüchterne Beobachter vielleicht: “Hatten die im November ne Macke, einen Fertigstellungstermin der Rennräume bis zum Februar 2026 für möglich zu halten?!”
Zugegeben, der zum Ausdruck gebrachte Optimismus unsererseits war im Herbst vielleicht doch etwas zu ungefiltert und emotional sehr rosarot eingefärbt. Der Umfang, der vor den Clubmitgliedern liegende Aufwand, war zu dieser Zeit allerdings in Gänze auch noch nicht absehbar.
Die Arbeiten konzentrierten sich zunächst auf die Entfernung des Bodens, die Aufarbeitung der Wände in den Regalbereichen und die Schaffung eines klaren Durchblicks. Licht in ausreichendem Umfang war dringend erforderlich.
Bei diesen Arbeiten konnten eine ganze Reihe der im Sommer eingelagerten Baumaterialien zum Glück zweitverwendet werden. So wurden aus Bodenplatten neue “Leichtbauwände” und die alten LED-Strahler ließen zunächst im neuen Schrauberraum die Sonne aufgehen.
Im November nahmen die Arbeiten somit richtig Fahrt auf, wobei Jürgen parallel damit beschäftigt war und bis heute ist, der eingelagerten Bahn zu einem neuen Erscheinungsbild zu verhelfen. Die Umstände der Kündigung der bisherigen Clubräume waren ganz offenbar noch nicht dramatisch genug, denn zu allem Überfluss ereilte uns ein Wasserschaden während des Abbaus, der einige Bahnelemente beschädigte.
Die notwendigen Neulackierungsarbeiten erstrecken sich deshalb nicht nur auf die beschädigten, sondern auf alle weiteren, eigentlich neuen Schienenteile, damit die Bahn wie ihre alte Vorgängerin leicht gereinigt werden kann und auch die PU-Fraktion viel leichter den notwendigen Grip genießen kann.
Die DSC-, HC- oder FeinDesign-Aktivisten werden ob des zu erwartenden Ergebnisses begeistert sein und alle anderen wohl auch, die sich in den wenigen aktiven Rennmonaten bereits schockverliebt hatten, denn das veränderte Gripniveau der Bahn wird noch einmal neue Maßstäbe setzen.
Hinter uns liegt bereits eine endliche Geschichte. Wir haben geplant, geschleppt, entkernt, verkabelt, geschraubt, gesägt, geschliffen, tapeziert, gestrichen, geschrubbt, geputzt, gerollt, verlegt, gehämmert oder ganz kurz, wir haben viel getan, aber auch noch zu tun:
Neu gestalten…


Es ging voran, an verschiedensten Stellen. Dabei erhielten wir auch Unterstützung von lieben Menschen außerhalb des Vereins, wie man den Bildern entnehmen kann. Besonderer Dank gilt vielen, ganz besonderer den Mitgliedern des Vorstands, die regelmäßig Montag-Mittwoch-Freitag-Schichten schoben, Material organisierten, Müll entsorgten und gewaltig Zeit on top investierten.
Zart eingebremst wurden wir noch dazu Ende November, da das Flachdach undicht war und es in den künftigen Küchenthekenbereich tropfte, direkt im Bereich der neu zu ziehenden Wand. Damit war eine Zwangspause unumgänglich.
Der Januar sorgte für den Renovierungsdurchbruch im Schrauberraum, der bis auf noch fehlende bzw. ergänzende Arbeitsplatten fertiggestellt wurde. Es folgte im Februar die Verlegung des Fußbodens im Rennraum, nachdem dort die Decken- und Wandarbeiten abgeschlossen waren.
Begleitet wurden diese Fortschritte von dem Transfer verschiedenster Inventargegenstände. Die wuchtige Kassentheke steht mittlerweile schon wieder, ebenso der Rennleiterstand und die Rennbilder hängen an den Wänden und erste Schienenelemente sind bereits fertiggestellt und warten auf die neuen Litze.
Machen wir es kurz: Jetzt fehlt “nur” noch die “Züchenzeile” und das Wichtigste: die Bahn. Ich hoffe, die Wartezeit ist überschaubar und wenn mein Traum in Erfüllung geht, dann schreiben wir eine Tradition des letzten Frühjahrs fort, ich traue mich allerdings noch nicht, das hier zu schreiben. Grinz.


Sehr schön geschriebener Kommentar !
So kann sich ein interessierter Slotfreund auch ein Bild über den momentanen Zustand unserer Arbeiten machen.
Danke.