Allgemeines
Das 5-Liter-Festival ist ausgeschrieben für klassische Gruppe-4-Sportwagen ab dem Jahr 1966, welche von der Firma BRM als Fertigfahrzeuge oder Bausätze im Maßstab 1:24 mit Metallchassis vertrieben werden. Es handelt sich dabei ausschließlich um Modelle des Porsche 917K, Ferrari 512M, Ford MKII und Ferrari 330P4/412P.
Modellauswahl
Neben den BRM-Fertigfahrzeugen sind nur BRM-Bausatzmodelle zugelassen, die ein Originalfahrzeug widerspiegeln, das im Rahmen eines realen Wettbewerbslaufs mindestens zum Training eingesetzt wurde. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Fahrzeugabmessungen ist es eigentlich sinnvoll, die Modelle der 70er (917 und 512) und 60er (MKII und 330P4/412P) jeweils gegeneinander antreten zu lassen, da die Modelle der 60er Jahre benachteiligt sind.
Die Basis des Reglements ist der Auslieferungszustand der neueren Fertigfahrzeuge und Bausatzmodelle, sofern sie mit den älteren gefederten BRM-Metallchassis oder den aktuellen Metallchassis ausgerüstet sind, sowie die BRM-Ersatzteile für die Legends-Modelle. Die folgenden vom Serienzustand abweichenden Anpassungen sind empfehlenswert oder nötig:
Achsdistanzen und Achsbreite
Stahlvollachsen 3mm, Distanzen frei, die maximale Achsbreite wird einerseits durch die Karosserie begrenzt, in der Draufsicht dürfen die Räder von oben nicht sichtbar sein, vorn beträgt die Achsbreite max. 79,5mm, hinten max. 81mm, um den deutlichen Karosserievorteil der Porsche 917K zu beschränken.
Chassis und Lager
BRM-Serienaluminiumchassis mit Kunststoffmotorpod, die Breite des Aluchassis darf im Mittelteil zwischen den Achsen beidseitig um max. 1mm verringert werden, um einen widerstandsfreien Wackel zu ermöglichen (sofern die Karosserie verzogen bzw. zu schmal ist. Das hier weggenommene Gewicht muss allerdings in die Karosserie geklebt werden, weshalb weniger Materialwegnahme mehr ist…). Auf dem Chassis oder dem Motorpod dürfen keine Trimmgewichte platziert werden, die Mindestfahrwerkshöhe beträgt vor dem Rennstart 1mm und wird am Chassisende gemessen. Es dürfen die verschiedenen BRM-Seriengleitlager und alternative Fahrwerksfedern verbaut werden:
vorn: Seriengleitlager hinten: BRS-011AW oder BRS-011AWC
Ergänzend sind die zweiteiligen Metallchassis mit offenen und geschlossenen Kugellagern zugelassen. Hier darf im Bereich der Motorpodfixierung am Ende des Chassis eine zusätzliche Hülse ggfs. mit Federungen (Hersteller frei), eingefügt werden, um das “Durchhängen” des Pods zu verhindern und damit die Fahrwerkshöhe hinten zu erhöhen.
Gewicht
Das Mindestgewicht des fahrfertigen kompletten Einsatzmodells beträgt 165 Gramm, das fehlende Gewicht ist ausschließlich im Bereich der Karosserie von innen an den Seitenschwellern zwischen den Radausschnitten zu befestigen, die deutlich schwereren Ferrari 512M sollten ohne Trimmung das Vorgabegewicht erreichen.
Karosserie
917-Serienkarosserie mit originalem BRM-Lexaninlet und Scheiben, zur Erreichung des Fahrzeugmindestgewichts müssen die Trimmgewichte an der Innenseite der Karosserie im Bereich der Seitenschweller zwischen den Radausschnitten befestigt werden. Die übrigen 3 Modelle dürfen mit einem erleichterten Slotpoint-Lexancockpit und tiefgezogenen Scheiben ausgestattet werden, um das vorgeschriebene Mindestgewicht nicht zu stark zu überschreiten.
Leitkiel und Schleifer
Serienleitkiel BRMS-026SS, Revoslot RS210/210W oder Frankenslot-Leitkiel für BRM, die Befestigung der Schleifer ist freigestellt, die Art der Schleifer sind freigestellt
Räder
Vorn: Serienreifen und Felgen mit den passenden Felgeneinsätzen, Verklebung, Rundschliff und Versiegelung der Lauffläche ist zulässig
Hinten: Moosgummiräder mit 17mm Felgen mit einer Breite zwischen 13 und 16mm und optisch korrektem Felgeneinsatz von BRM oder alternativen Herstellern aus Kunststoff oder Resine. Die Wahl des Moosgummis ist frei.
Motor, Kabel und Übersetzung
BRM T-RS Evo schwarz mit Banderole, Serienübersetzung 11:41, ein Austausch der Getriebekomponenten ist zulässig (z.B. durch Teile von JP), die verwendeten Kabel sind freigestellt.
Weitergehende Anpassungen abweichend vom Auslieferungszustand sind nicht vorgesehen!
Renndurchführung der Festivalveranstaltungen
Ein Festivalrenntag besteht aus einem Qualifying und einem gewerteten Tagesrennen. Das Startgeld für dieses Einzelrennen beträgt 12€.
Die jeweils schnellste Zeit innerhalb eines vorangestellten Zeitqualifyings bestimmt die Startaufstellung für das Tagesrennen
Das Tagesrennen wird in der Regel über 5 x 5 Minuten ausgetragen, es sei denn, die Starterzahlen machen eine Anpassung möglich oder nötig.
